Feuerwehr Liebenstein
  Historische Tafel
 


Ramsried ist älter als Bad Kötzting


Der Ortsteil hat jetzt eigene Tafel mit Informationen zur Geschichte


Am Sonntag den, 3.Oktober 2010 wurde vor der Dorfmeisterschaft im Stockschiessen um 13 Uhr in Anwesenheit von rund 50 Bürgern die historische Tafel an der Südseite am Feuerwehrhaus in Ramsried angebracht. Angefertigt von Erich Fuchs wurde sie vom Schützenverein Hoidstoana Ramsried, der FFW Liebenstein und der Bürgergemeinschaft der ehemaligen Gemeinde Liebenstein finanziert. Die Tafel zeigt einen kartografischen Ausschnitt der Ortsteile Ramsried und Liebenstein mit Umgebung. Der Vorsitzende der FFW Liebenstein, Willi Mühlbauer, brachte bei seiner Begrüßung  die Freude der Bürger über diese historische Tafel zum Ausdruck. Stadtrat Günther Hofmann, Initiator der Aktion im Rahmen des 925-jahriges Jubiläums der Stadt Bad Kötzting, berichtete in Auszügen aus der Geschichte des nördlichen Stadtteils. Er führte unter anderem aus, das die erste urkundliche Erwähnung von Ramsried auf das Jahr 1054, also schon 30 Jahre vor der urkundliche Erwähnung von Kötzting, datiert sei. Am 14. April 1054 schenkte
Kaiser Heinrich III. dem Grafen Hartwicus zwei Königshöfe in Rätmaresrevt (Ramsried). Es seien sicher Rodungen eines Rätmar gewesen und könnte noch nicht lange bestanden haben. Ramsried habe zu dieser Zeit unter der Herrschaft des Grafen von Bogen gestanden. Es habe damals zwei große Herren gegeben: die grafe von Bogen und die Marktgrafen von Cham. Die Grenze vermutet man irgendwo bei Miltach, 1448 gehörte Ramsried zum Schloss Chamerau, also zum Besitz derer von Notthaft auf Runding. Demnach hat die Hofmark Ramsried. 50 Jahre früher bestand als Liebenstein. 1829 sei die Hofmark Liebenstein an den Bayerischen Staat gegangen. Ramsried sei dem Landgericht Kötzting angegliedert worden. Für alle Aufgaben, die heute das Landratsamt inne hat, sei bis 1829 Runding zuständig gewesen. Der Haidstein hat schon im 11.Jahrhundert eine Burg, die mit Sicherheit bedeutender gewesen sei als Liebenstein. Hier sei ein Wohnturm gewesen, der im 14./15. Jahrhundert zur Burg ausgebaut worden sei. Eine Urkunde vom 27. Juli 1448 erwähnt auch den Ort Riedt, ein Ritter Albrecht Notthafft zu Wernberg bekommt einen jährlichen Betrag von zehn Schillinge und vier Pfennige- das entspricht ungefähr dem Wert von 152 Hennen. Um 1400 sei hier von drei Höfen die Rede: einer genannt im Steinhauß, der zweite gehörte dem Ursenpecken, der dritte dem Chamerauer. Laut Urkaster umfasst Liebenstein 1843 acht Besitzernamen und ein Hüthaus, wobei festzustellen wäre, dass einige dieser Namen ansatzweise noch heute als Hausnamen erhalten sind. Ein Wirtsgütl war im Besitz von Franz Mühlbauer mit Schmiedstadt, der Bangerl Therese und Josef Drechsler, der Stephelgörgelhalbhof im Besitz Alois Fischer, der Schmucker gehörte Josef Rosberger, der Madl Alois Stoiber. Auf dem Drechsler waren Michael Amberger, 178 Gütl beim Leibl gehörten Georg Kramer und der halbe Hof beim Hofbauer Josef Münch. Im Rahmen der Gebietsreform wurde die Gemeinde Liebenstein am 1.Oktober 1977 in die Stadt Kötzting eingegliedert. Der letzte Bürgermeister war Alois Hastreiter.

 

 (Bericht von Hans Fischer)   










 
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